Volles Haus beim Neujahrsempfang der Gemeinde

19.01.2026

Für Bürgermeister Karl Piochowiak, seiner Frau Anne und Kiepenkerl Paul Verenkotte gab es viele Hände zu schütteln. Persönlich begrüßten sie am Sonntagabend in der Mensa/Aula der Josef-Annegarn-Schule jeden Gast und übergaben allen als Glückssymbol einen Schokoladen-Marienkäfer. Zahlreiche Ostbeveranerinnen und Ostbeveraner sowie Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Verbänden, Einrichtungen und Institutionen waren der Einladung des ersten Bürgers Ostbeverns gefolgt, um am traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde teilzunehmen.

Im Mittelpunkt des Abends stand wie gewohnt die Begegnung und der Austausch untereinander. Musikalisch sorgte das Soultrio „The Soullettes“ für eine stimmungsvolle Untermalung und Schülerinnen der Josef-Annegarn-Schule wussten mit der Vorstellung ihres Demokratiewettbewerbsbeitrages – einem Spiel – zu begeistern.

Doch bevor der Bürgermeister sein Grußwort sprechen konnte, spendete zunächst eine Abordnung der Sternsinger den Neujahrssegen. Sie waren schon eine Woche eher im Gemeindegebiet unterwegs gewesen, ließen es sich jedoch nicht nehmen, auch zu Beginn des Neujahrsempfangs Segenswünsche an alle Anwesenden zu überbringen. 

„Ist ein Glas nun halb voll oder halb leer?“ fragte Bürgermeister Karl Piochowiak zu Beginn seiner Ansprache. Und beantwortete die Frage für sich selbst mit einem Viertel.

Und schlug damit eine Brücke zu einer Rückschau auf das letzte Vierteljahrhundert. Er erinnerte an die gemischten Gefühle, die der Jahrtausendwechsel mit sich brachte, an Ereignisse, die die die letzten 25 Jahre geprägt haben und auch an Personen, die heute immer noch bewegen, wie u. a. Wladimir Putin, der 1999 von Boris Jelzin zum Ministerpräsidenten ernannt wurde und nach dessen Rücktritt am 1.1.2000 als amtierender Präsident Russlands die Führung übernahm. „Mit diesem Namen ist heute viel Elend und Leid verbunden“, blickte Piochowiak zurück. 

Doch auch wenn das letzte Vierteljahrhundert ein bewegtes - mitunter von Weltuntergangsstimmung gezeichnetes - war, das Gute läge nahe, führte er aus. Er sehe das Gute direkt um sich herum. Denn viele Menschen und viele Vereine, Verbände und Institutionen trügen tagtäglich dazu bei, dass man nicht verzagen müsse. Er blicke erneut auf ein Jahr zurück, welches Ostbevern reichhaltig und wertvoll gemacht habe. Ein Jahr, welches am Ende übersprudele von Begebenheiten. 

Die anschließend gezeigte Bilderrückschau mit zahlreichen Begebenheiten des vergangenen Jahres untermauerte die Worte des Bürgermeisters nochmals. 

Einen noch weiteren Blick zurück warfen Schülerinnen der Josef-Annegarn-Schule und rückten die deutsche Wiedervereinigung in den Fokus. Sie stellten ein Spiel vor, mit dem sie sich am landesweiten Wettbewerb „Umbruchszeiten“ beworben haben. Der Wettbewerb lädt Jugendliche ein, sich kreativ mit den gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland seit der Wiedervereinigung auseinanderzusetzen. 

Dazu hatten die Schülerinnen mehrere Zeitzeugen interviewt und deren Aussagen auf Spielkarten festgehalten sowie ein Spielbrett mit einer Mauer, in dessen Mitte ein Loch vorhanden ist, entworfen.

Je nachdem ob eine Aussage auf der Karte als negativ oder positiv zu bewerten ist, wächst oder wackelt die Mauer, indem Steine hinzugefügt oder abgetragen werden. 

Mit einigen beispielhaften Aussagen wurde das Spiel dann mit allen Anwesenden gespielt. Und die hatten sichtlich Spaß daran und honorierten das Engagement der Schülerinnen mit großem Applaus. Die Daumen für eine Wettbewerbsplatzierung dürften auf jeden Fall zigfach gedrückt sein. 

Abschließend bot der Neujahrsempfang noch ausreichend Gelegenheit, um gemeinsam bei einem Getränk und einer Suppe auf das neue Jahr anzustoßen sowie für Gespräche und Begegnungen.