Studierende forschen zu Sorgearbeit in Ostbevern

Stand auf dem Wochenmarkt
28.01.2026

Wie können neue Orte für Sorgearbeit, Gemeinschaft und Teilhabe im ländlichen Raum entstehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit das Studierendenprojekt „Raum für Care – Planerische Perspektiven für ländliche Räume“ der Fakultät für Raumplanung an der TU Dortmund. Ziel ist des Projektes ist es, sogenannte Caring-City-Konzepte, die bislang vor allem aus Großstädten bekannt sind, auf ländliche Kommunen zu übertragen und weiterzudenken. Dabei wird auch eine Verbesserung der Care-Situation in Ostbevern in den Blick genommen.

Um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, sind die Studierenden am Donnerstag, 29. Januar 2026, mit einem Stand auf dem Ostbevener Wochenmarkt vertreten. Dort informieren sie über ihr Forschungsprojekt und sammeln Ideen, Erfahrungen sowie Anregungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf unbezahlter Pflege- und Sorgearbeit, die einen großen Teil des Alltags vieler Menschen einnimmt und oft unsichtbar bleibt.

Die Untersuchung der Situation in Ostbevern konzentriert sich auf zwei Personengruppen: Eltern mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren sowie pflegende Angehörige von Seniorinnen und Senioren. Beide Personenkreise sind herzlich eingeladen, ihre Perspektiven und Erfahrungen zur Care-Arbeit am Donnerstag auf dem Wochenmarkt und im direkten Gespräch mit den Studierenden zu teilen.

Aber auch wer beim Wochenmarktbesuch keine Gelegenheit zum Austausch mit den Studierenden hat, kann sich einbringen. Dafür stehen aus der Projektgruppe Ruben Nogues und Ilka Hütte zur Verfügung.

Ruben Nogues freut sich, wenn Eltern mit Kindern im Alter bis sechs Jahre bereit wären, ihre Alltagserfahrungen im Interview mit ihm zu teilen. Er ist unter unter 0174 3189533 oder per Mail an ruben.nogues@tu-dortmund erreichbar.

Mit pflegenden Angehörigen von älteren Menschen möchten die Studierenden darüberhinaus am Dienstag, 24.02.2026 in der KulturWerkstatt persönlich ins Gespräch kommen und laden bereits schon jetzt zu dem dann stattfindenden Austausch über alltägliche räumliche Herausforderungen und Wünsche für die Zukunft ein. Anmeldungen hierfür nimmt Ilka Hütte, unter 0157 37975827 oder ilka.huette@tu-dortmund.de entgegen.

Die Forschungsarbeit der TU Dortmund wird von der Gemeinde Ostbevern unterstützt. „Durch die wertvollen Erfahrungen und Anregungen der angesprochenen Personenkreise kann erforscht werden, wie Stadt- und Raumplanung den Alltag betreuender Eltern und pflegender Angehöriger prägt und in Zukunft bedarfsgerechter gestaltet werden kann“, ist sich Bürgermeister Karl Piochowiak sicher und hofft auf eine rege Teilnahme.

 

Foto: TU Dortmund - Fakultät für Raumplanung