Die Zeit der Unebenheiten und Asphaltflicken ist vorbei. Mit einer neuen Fahrbahndecke und deutlich breiter präsentiert sich jetzt ein jüngst sanierter Wirtschaftsweg in der Bauerschaft Schlichtenfelde. Bürgermeister Karl Piochowiak und Fachbereichsleiter Moritz Hillebrand überzeugten sich am Freitagmorgen gemeinsam mit Vertretern der Landwirtschaft und Anliegern vom gelungenen Ergebnis der Sanierung.
Der rund 1,5 Kilometer lange Wegeabschnitt wurde im Zuge der Arbeiten deutlich aufgewertet. Neben der Verbesserung der Verkehrssicherheit stand insbesondere die Steigerung der Funktionalität im Fokus. Hierfür wurde die Fahrbahnbreite von bislang 3,00 Metern auf 3,50 Meter erweitert und durch befahrbare Seitenstreifen ergänzt.
Für die Verbreiterung wurden die Randbereiche sowie die zukünftigen Bankette ausgeschachtet und mit einer mindestens 25 Zentimeter starken Schottertragschicht versehen. Zusätzlich erhielt die bestehende Fahrbahn eine neue Asphaltschicht. Durch diese Maßnahmen wurde die Tragfähigkeit der Straße erheblich verbessert, sodass sie den gestiegenen Anforderungen moderner landwirtschaftlicher Maschinen künftig besser gerecht werden kann.
Rund 520.000 Euro hat die Maßnahme gekostet. 70 Prozent davon wurden durch Fördermittel gedeckt.
Die Beteiligten zeigten sich beim Ortstermin sehr zufrieden mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Baumaßnahme. Moritz Hillebrand hob besonders den reibungslosen Verlauf der Maßnahme sowie das gute Miteinander aller Beteiligten hervor.
Die nun abgeschlossene Erneuerung des Schlichtenfelder Weges ist bereits die zweite geförderte Maßnahme dieser Art. 2024 hat die Gemeindeverwaltung bereits in den Bauernschaften Brock und Schirl Wirtschaftswege saniert.
Ein drittes Instandsetzungsprojekt hat Moritz Hillebrand auch schon im Blick. Hierfür wurde bereits ein Förderantrag gestellt. Ob die Gemeinde Ostbevern auch für dieses Projekt wieder Fördermittel erhält, ist aktuell jedoch noch nicht sicher, da im aktuellen Förderzeitraum vorrangig priorisierte Erstanträge berücksichtigt werden und Ostbevern bereits schon zweimal Fördermittel erhalten hat.
Im Zusammenhang mit zukünftigen Maßnahmen gewinnt auch das Wirtschaftswegekonzept der Gemeinde erneut an Bedeutung. Zwar ist ein solches Konzept nach einer Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen keine zwingende Voraussetzung mehr für den Erhalt von Fördermitteln, dennoch soll das bestehende, rund fünf Jahre alte Konzept zeitnah überarbeitet und aktualisiert werden. Denn das Konzept bietet eine umfassende Datenbasis, um Planungen und Sanierungsmaßnahmen effizient und passgenau durchführen sowie die notwendigen Entscheidungen herbeiführen zu können.
Ein wichtiger Partner bei der Konzeptüberarbeitung ist unter anderem auch die Landwirtschaft. Sie soll deshalb dabei aktiv in Beteiligungsformate eingebunden werden. Paul Verenkotte, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsvereins Ostbevern, signalisierte für das Vorhaben Unterstützung. Bürgermeister Karl Piochowiak kündigte an, dass sich die Verwaltung in nächster Zeit intensiver mit der Aktualisierung des Konzepts befassen werde.
