11.10.21

Verwaltung und Kreis schließen Veranstaltungen auf dem Schützenplatz nicht aus

Die Informationen zu möglichen Einschränkungen von Veranstaltungen auf dem Schützenplatz, die nicht in die Rubrik „Brauchtumspflege“ fallen, sorgte in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates für Rückfragen bei den Ausschussmitgliedern.

Der Kreis Warendorf als Untere Wasserbehörde hatte die Verwaltung darauf hingewiesen, dass auf dem im Wasserschutzgebiet liegenden Schützenplatz der St. Ambrosius-Schützen möglichst nur noch Veranstaltungen stattfinden sollten, die der sogenannten “Brauchtumspflege“ unterliegen. Für Veranstaltungen, die nicht unter diese Kategorie fallen, sollten alternative Veranstaltungsorte ins Auge gefasst werden. Betroffen von dieser Aussage sind unter anderem das Frühlingsfest der Landjugend und das Oktoberfest der Ambrosius-Schützen.  

Wie von Bürgermeister Karl Piochowiak schon in der Sitzung mitgeteilt, sollten zu dieser Thematik noch Gespräche mit dem Kreis Warendorf stattfinden. Bei einem Treffen mit dem Umweltdezernenten des Kreises, Dr. Herbert Bleicher, nahm er deshalb die Gelegenheit wahr, die Angelegenheit direkt anzusprechen.

Dabei wurde schnell deutlich, dass auch von Kreisseite grundsätzlich nicht ausgeschlossen wird, dass zukünftig weiterhin neben dem traditionellen Schützenfest auch weitere Veranstaltungen auf dem Schützenplatz stattfinden können. Voraussetzung dafür - auch das wurde deutlich - muss allerdings sein, dass von den Veranstaltungen keine Gefährdung für die öffentliche Trinkwasserversorgung ausgeht.

Deshalb wird die Verwaltung insbesondere mit der Landjugend kurzfristig weitere Gespräche führen und gemeinsam eine Konzeption entwickeln, um die Planungen für ein Frühlingsfest im kommenden und den darauffolgenden Jahren zu ermöglichen. Dies war im Vorfeld der Ratssitzung mit den Landjugendlichen bereits auch schon so besprochen worden. Dabei war aber auch in den Blick genommen worden, ob es grundsätzlich Möglichkeiten für Standort-Alternativen gäbe, was sich nach erster Einschätzung auf allen Seiten jedoch als sehr schwierig darstellte. Ziel ist es, den Vereinen für ihre Veranstaltungsplanung für das Jahr 2022 baldmöglichst positive Signale senden zu können. „Unser Bestreben ist es, die nicht an anderer Stelle möglichen Veranstaltungen nicht zu verhindern, sondern so zu gestalten, dass diese auf dem Schützenplatz möglich bleiben“, erklärt Bürgermeister Karl Piochowiak.  

Nach den Herbstferien sind weitere Gespräche mit dem Kreis Warendorf vorgesehen. In der nächsten Sitzung des Gemeinderates am 4. November wird Bürgermeister Karl Piochowiak über die Gesprächsergebnisse berichten.