16.10.19

Schluss nach 43 Jahren

Bernhard Lehmkuhl in den Ruhestand verabschiedet

Das Wasserwerk Ostbevern und Bernhard Lehmkuhl - das hat bislang zusammengehört wie "Pech und Schwefel" oder "gut und gerne". Na ja, vielleicht nicht ganz, aber sowohl für uns Kollegen als auch für viele Ostbeverner ist beides eigentlich bisher untrennbar miteinander verbunden gewesen.

Doch das gehört nun der Vergangenheit an. Nach 43 Jahren ist jetzt endgültig Schluss. Bernhard Lehmkuhl wurde Ende September in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

1976 startete der gelernte Elektroinstallateur als Wasserwerksmonteur seinen beruflichen Werdegang am hiesigen Wasserwerk. 5 Jahre später folgte der Besuch eines Wassermeisterlehrgangs.

Nach dem Ausscheiden des damaligen Wasserwerkwartes, Karl Hell, übernahm Bernhard Lehmkuhl 1985 als leitender Wassermeister die Betriebsführung des Ostbeverner Wasserwerkes. In den weiteren Berufsjahren folgten zahlreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Nicht nur, um neues Wissen zu erlangen, sondern auch um vorhandene Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern.

Der große Umbruch erfolgte Anfang 2000. Das Wasserwerk wurde damals von der Energieversorgung Telgte-Ostbevern (heute Stadtwerke Ostmünsterland) übernommen. Das brachte natürlich auch Veränderungen für Bernhard Lehmkuhl mit sich. Neue Herausforderungen und Aufgaben standen ihm bevor. Auch wurde sein Einsatzort sukzessive nach Telgte verlagert. Dennoch blieb Bernhard
Lehmkuhl weiterhin Mitarbeiter der Gemeinde Ostbevern, wurde aber an die damalige Energieversorgung "abgeordnet", wie es im Fachjargon heißt. Was ihm damals nicht leicht fiel, bewertet er heute im Rückblick als positiv. "Die ETO war ein toller Arbeitgeber und ich bin im Telgter Team sehr gut aufgenommen worden", betont er deshalb noch einmal ausdrücklich. "Ich kann jungen Leuten eine Ausbildung bei den Stadtwerken unbedingt empfehlen".

Dort qualifizierte sich der damals 47-jährige nochmals zum "Meister für Gas- und Wassernetze" weiter, um auch im Gassektor tätig sein zu können sowie die Zulassung für Gasinstallationen in Gebäuden zu erhalten.  Und so war er anschließend maßgeblich mitverantwortlich für den Neubau und die Instandhaltung der Gas- und Wasserrohrnetze sowie als Stellvertreter für die beiden Wasserwerke im Netzbereich Telgte/Ostbevern zuständig.

Beim Umbau und der Sanierung des Ostbeverner Wasserwerkes im Jahre 2006 stand er dem damaligen Telgter Wassermeister Günter Kaulingfrecks selbstverständlich gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Zum Ende seiner beruflichen Karriere war Bernhard Lehmkuhl bei den Stadtwerken Ostmünsterland als Leiter für Neubauprojekte zuständig und beriet Kunden vom Antrag bis zur Erstellung ihrer Hausanschlüsse für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme.  

Wie sich das Rentnerleben künftig "anfühlen" wird, konnte Bernhard Lehmkuhl schon seit Januar 2018 ausprobieren, denn im Rahmen seiner Altersteilzeit befand er sich seitdem bereits in der sogenannten Freistellungsphase.

Doch die Hände in den Schoß legen, das kam und kommt für den heute 65-jährigen nicht in Frage. Er hat seit vielen Jahren ein Gewerbe in Sachen Haustechnik angemeldet. Und auch für die Wartung und  den Betrieb des Fernwärmenetzes im Wohngebiet Berkenkamp zeichnet er sich verantwortlich.

Für Bernhard Lehmkuhl ist dies mehr Hobby denn Arbeit, wenngleich auch seine 2. Leidenschaft, das Fahrradfahren, deshalb manchmal ein wenig zu kurz kommt. Sein ehrenamtliches Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr hat er nach mehr als 40 Jahren aktivem Dienst bereits 2011 beendet. Seitdem ist er Mitglied der Ehrenabteilung.

Mit Blick zurück auf sein Berufsleben zieht Bernhard Lehmkuhl eine positive Bilanz. Er selbst sagt, das Wasserwerk Ostbevern habe ihm immer am Herzen gelegen und "sein Job" habe ihm immer Spaß gemacht. Dankbar ist er dafür, unfallfrei durch sein Berufsleben gekommen zu sein. Wasser- und Rohrbrüche gab es zuhauf, doch er selbst und andere sind nie zu Schaden gekommen. Und das, obwohl so mancher Einsatz kniffelig und nicht immer ungefährlich war.

Das ist etwas, worüber auch wir natürlich sehr froh sind. Umso mehr wünschen wir Bernhard Lehmkuhl auch weiterhin unfallfreie Baustellen, denn von "Ruhestand" ist bei ihm ja noch lange nicht die Rede.