08.06.20

Notbetreuung in den Sommerferien

Kinder- und Jugendwerk bietet abgespecktes Ferienprogramm an

 

Die Absage der diesjährigen Ostbeverner Spielstadt war für viele Eltern eine Hiobsbotschaft. Denn gerade nach den letzten Monaten, in denen sie sich neben ihrer Berufstätigkeit auch noch um „Home Schooling“ und die Betreuung ihrer Kinder kümmern mussten, hatten sie zumindest für die Sommerferien auf das Betreuungsangebot des Kinder- und Jugendwerkes gebaut.

Doch daraus wurde nichts. Das beliebte Ferienangebot des KJWO, dass vom 29. Juni - 15. Juli 2020 hätte stattfinden sollen, fiel, wie vieles andere auch, dem Coronavirus zum Opfer und musste abgesagt werden. Die Erfüllung der strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen war einfach nicht zu leisten. Schweren Herzens folgte die Absage.

Nachdem sich viele Eltern hilfesuchend an die Schulleitungen der beiden Grundschulen gewandt hatten, konnte nun in einem gemeinsamen Gespräch mit der Verwaltung, dem Kinder- und Jugendwerk und den beiden Grundschulen eine Lösung gefunden werden.

Das Team des KJWO hat deshalb nochmals Kontakt zu allen Eltern aufgenommen, die ihr Kind zur Spielstadt angemeldet hatten, um eine Notwendigkeit für eine Notbetreuung während der Sommerferien zu ermitteln. Heraus kam dabei, dass etwa 55 Kinder einen dringenden Bedarf haben.

Für sie wird das KJWO nun in der Zeit vom 29. Juni – 17. Juli eine tägliche Notbetreuung von 8 – 16 Uhr in den Räumen der Ambrosius-Grundschule anbieten.

Die Eltern dieser Kinder wurden bereits angeschrieben und können nun ihr Kind zur Notbetreuung anmelden.

Voraussetzung für die Teilnahme daran ist, dass beide Elternteile einen Nachweis ihrer Arbeitgeber vorlegen müssen, der belegt, dass sie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit eine Betreuung für ihr Kind benötigen.

Für die Notbetreuung ist pro Woche ein Betrag in Höhe von 30,00 € zu zahlen. Mittagessen wird in der Zeit der Notbetreuung nicht angeboten. Die Eltern haben ihren Kindern ein Lunch-Paket mitzugeben. Getränke werden vom Kinder- und Jugendwerk gestellt.

Bürgermeister Wolfgang Annen zeigt sich angesichts dieser Lösung sehr zufrieden: „ich bin sehr froh, dass wir den Eltern in dieser schwierigen Situation etwas Last von den Schultern nehmen können. Deshalb bin dem Team des KJWO auch sehr dankbar dass sie, trotz des täglichen Ferienprogramms, das im Jugendcafé für bis zu 60 Kinder angeboten wird, parallel auch noch eine Notbetreuung an der Ambrosius-Grundschule gewährleisten können. Das ist nicht selbstverständlich und auch für das gesamte Team eine gewaltige Herausforderung.“