13.05.19

Großes Interesse an Infoveranstaltung zur Niederlassungserlaubnis

Obwohl der Begriff „Niederlassungserlaubnis“ schwer nach deutscher Bürokratie klingt, war das Interesse am gleichlautenden Vortrag von Marcela Köckemann vom Caritasverband Kreis Warendorf, Fachstelle Migration groß. Zahlreiche Zuhörer waren der Einladung von Flüchtlingskoordinatorin Verena Speicher gefolgt und ins TRiO (Treffpunkt Integration in Ostbevern) gekommen, um sich darüber zu informieren, an welche Voraussetzungen der Erhalt einer Niederlassungserlaubnis geknüpft ist.

Diese erklärte die Fachfrau ebenso anschaulich wie auch verständlich und beantwortete darüber hinaus zahlreiche Fragen der anwesenden Geflüchteten und Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe. Denn wer eine Niederlassungserlaubnis erwerben will, muss nicht nur seit 5 Jahren im Besitz einer gültigen Aufenthaltserlaubnis sein, sondern auch den Einbürgerungstest erfolgreich bestehen und sich seinen Lebensunterhalt größtenteils selbst durch Arbeit finanzieren können. Selbstverständlich werden auch Straffreiheit und gültige Ausweisdokumente des Antragstellers vorausgesetzt.

Nähe Informationen zur Niederlassungserlaubnis sind bei den bekannten Migrationsdiensten erhältlich. Kontaktadressen dazu findet man im Rathaus oder im Internet.

 

Niederlassungserlaubnis

Die Niederlassungserlaubnis wurde mit dem Zuwanderungsgesetz als Aufenthaltstitel neben der Aufenthaltserlaubnis eingeführt. Im Gegensatz zu der Aufenthaltserlaubnis ist die Niederlassungserlaubnis ein unbefristeter Aufenthaltstitel. Sie berechtigt zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit, ist räumlich unbeschränkt und darf außer in den durch das Aufenthaltsgesetz zugelassenen Fällen nicht mit einer Nebenbestimmung versehen werden.

Die Voraussetzungen für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis sind in § 9 AufenthG festgelegt. Grundvoraussetzung ist neben anderen Voraussetzungen, dass man seit fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, seinen Lebensunterhalt sichern kann und über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt. Für einige Personen existieren Sonderregelungen, so beispielsweise für Hochqualifizierte, für eine Erteilung der Niederlassungserlaubnis auf Grund einer Anordnung der obersten Landesbehörden nach § 23 Absatz 2 AufenthG und für Ausländer, die aus humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis erhalten (§ 26 AufenthG).

Quelle: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat