20.11.20

Friedhof ist mehr als eine Begräbnisstätte

Seit nunmehr 4 Jahren befinden sich die beiden Ostbeverner Friedhöfe in kommunaler Trägerschaft. Seitdem hat sich einiges auf den beiden Arealen getan.

Bürgermeister Karl Piochowiak, der seinerzeit im Rahmen seiner früheren beruflichen Tätigkeit die Übergabe der Friedhöfe von der Kirchengemeinde zur politischen Gemeinde mitbegleitet hatte, machte sich Anfang dieser Woche ein Bild von den Veränderungen.

Gemeinsam mit Josef Göcke, im Rathaus für die Betreuung der Friedhöfe zuständig, traf er sich auf dem Ostbeverner Friedhof mit den zuständigen Gärtnern Ludger Preckel sowie Alexander und Rainer Woltering, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

Dabei zeigte er sich beeindruckt von den Investitionen, die seit 2017 dort getätigt wurden. Rainer Woltering erläuterte, dass mit dem Erwerb der neuen Lautsprecheranlage dem Wunsch vieler Ostbeveraner entsprochen wurde. Damit die Friedhofskapelle ihrer besonderen Bedeutung als Ort des Abschiedes gerecht werden kann, wurde sie außerdem innen und außen neu gestrichen. Ebenso erhielten die Fenster und Türen neue Farbe.

"Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf das Bestattungswesen aus“, erklärte Rainer Woltering. "Ein großer Teil der Andacht findet derzeit nun unter freiem Himmel statt. Wir haben daher eine
Außenbestuhlung angeschafft, um gerade älteren Menschen Sitzplätze zur Verfügung stellen zu können."

Im gemeinsamen Gespräch wurde zudem auch die neue Urnengrabanlage u.a. am Hochkreuz in Augenschein genommen.
Alexander Woltering lobte die insektenfreundlichen Laubbaumbepflanzungen, sprach aber auch die Problematik der Steinabdeckung von Gräbern an: "Der Friedhof ist auch ein Ort der Artenvielfalt und des Naturschutzes. Uns ist es wichtig, diese zu fördern und dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen."

Und Josef Göcke ergänzt: „Die Friedhöfe werden heutzutage nicht mehr nur als Begräbnisstätte verstanden. Denn neben Ruhe, Natur und viel Grün sind sie vor allem auch für viele Ostbeveraner zu einem Ort der Begegnung geworden. Es ist immer wieder schön mitzuerleben, dass dieser Friedhof nicht nur ein Ort der Trauer ist, sondern auch ein Ort, an dem miteinander geredet und gelacht wird“.

Zum Abschied sprach der Bürgermeister Karl Piochowiak den Gärtnern seine Anerkennung aus: "Ich sehe, der Friedhof ist bei Ihnen in guten Händen."