11.02.19

Ostbevern und die Uni Münster lassen sich von der Natur inspirieren

Zusage für zweijähriges Förderprojekt erhalten

Die Geduld wurde auf eine lange Probe gestellt. Bereits im Sommer 2017 hatten sich die Gemeinde gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) um Fördermittel aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) beworben. Gesucht wurden damals Modellprojekte zum Thema „LandKultur – kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in ländlichen Räumen“.

Mit dem Projekt „Ostbevern bioinspriativ“ haben dann die Gemeinde und WWU ihren sprichwörtlichen „Hut in den Ring geworfen“, wie man so schön sagt. Und jetzt Anfang Februar kam endlich die langersehnte positive Nachricht: Das Projekt wird gefördert!

Das Besondere daran: Knapp 1.000 Bewerbungen waren beim Ministerium eingegangen und nur eine begrenzte Anzahl davon sollte eine Förderzusage erhalten. Am Ende sind es jetzt 16 Projekte, die bundesweit durchgeführt werden können. Darunter auch das Ostbeverner mit dem Titel „Ostbevern inspirativ“, das mit einem Fördervolumen von rd. 100.000 € eines der größten bundesweiten Projekte ist.

Ostbevern bioinspirativ – worum geht´s da eigentlich?

Das Projekt hätte auch „Ostbevern – Erkenntnisse aus der Natur“ heißen können. Klingt aber nicht so richtig toll. Aber im Kern ist es genau das, worum es in dem Projekt gehen wird, nämlich wie und was können wir von der Natur lernen? Schließlich ist nichts so inspirierend, nichts ist so kreativ wie sie und nichts bietet uns mehr Quellen für Ideen wie die Natur.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Studierenden sind deshalb alle Ostbeverner eingeladen, diesen Dingen auf den Grund zu gehen. Denn auch das ist das Besondere an dem Projekt: Die Wissenschaft lernt vom ländlichen Raum und der ländliche Raum lernt von und mit der Wissenschaft.

Über einen Zeitraum von 2 Jahren werden dazu mehrere Workshops, Veranstaltungen und Aktionen in Ostbevern stattfinden. Mal wird es dabei um Löwenzahn gehen, mal um Bienen, mal um Wasserstoff.  Vieles wird sich dabei an der BEVER abspielen, denn sie gilt als Inspirationsquelle für das Projekt. Den Abschluss des Projektes im kommenden Jahr krönt ein großer Thementag entlang der BEVER.

Den Startschuss ins Projekt wird ein eintägiger Workshop am 27. April dieses Jahres geben, der mit der Frage „Bioinspiration, was ist das denn?“ alle Ostbeverner dazu motivieren soll, sich aktiv in diesen einzigartigen Landschafts- und Kulturprozess einzubringen. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen und Willkommen.